Dekoloniale und Indigene Perspektiven auf Wissenschaft, Mensch-Mitwelt-Beziehungen, Landwirtschaft und globale Krisen
Perspectivas descoloniales e indígenas sobre la ciencia, las relaciones entre el ser humano y su entorno, la agricultura y las crisis globales
“Die Dominanz okzidentaler Wissenschaftsgeschichte, aus der herrschende Vorstellungen hervorgegangen sind, was Wissenschaftlichkeit bedeutet, ist zentrales Charakteristikum der fortwirkenden Kolonialität im Wissenschaftsbetrieb. Die Veranstaltungsreise möchte Denkräume zu möglichen Alternativen schaffen: Was bedeutet andines Wissen, und was kann es für Dekolonialität heute bieten? Welche Beiträge liefern andine Perspektiven zu in die (Klima)Krise geratenen Mensch-Mitwelt-Beziehungen? Aus den vier Perspektiven eines Akademikers, einer Kunsthandwerkerin, einer landwirtschaftlichen Unternehmerin und einer erfahrenen Kulturvermittlerin sollen nicht-okzidentale Logiken der Kichwa-Puruwa im Dialog zugänglich gemacht werden.”
Cécilia Naula aus dem Landwirtschaftskollektivs Runa Sumak Mikuy (RSM) wird die Bedeutung lokalen, landwirtschaftlichen Wissens indigener Gemeinschaften verdeutlichen und zeigen, wie ein Kollektiv mit dieser Arbeitsweise versucht, dominierenden Wirtschaftslogiken zu widerstehen. Das Kollektiv ist repräsentativ für landwirtschaftlichen, indigen getragenen Widerstand. Zugleich lebt RSM von Austausch mit engagierten Reisenden, wodurch das angewendete, landwirtschaftliche Wissen stark hybridisiert wird.
Datum: 18. Juni, 16 - 17:30 h
Ort: Raum S15, Seminargebäude der UzK
Veranstaltungssprachen: Spanisch und Deutsch, inkl. Übersetzung.
Eine Kooperation des Runa Sumak Mikuy Kollektivs, der Fachschaft Regionalstudien Lateinamerika, der Initiative De / Coloniality Now und des Forum Decolonizing Academia.